Prüfungen im Bäckerhandwerk

Im Laufe der Ausbildung zum/zur Bäcker/in, Konditor/in oder Fachverkäufer/in ist eine Zwischenprüfung vorgeschrieben. Diese findet meist im zweiten Ausbildungsjahr statt. Die Lehrlinge sollen hierbei zeigen, dass sie den vermittelten Unterrichtsstoff der Berufsschule beherrschen. In der praktischen Zwischenprüfung sollen sie ihre bisher erworbenen Fertigkeiten unter Beweis stellen. Die Zwischenprüfung dient als Orientierung und soll helfen, bestehende Lücken aufzudecken, damit diese bis zur Gesellenprüfung geschlossen werden können. Das Bestehen der Zwischenprüfung ist keine Zulassungsvoraussetzung für die Gesellenprüfung. Die Gesellenprüfung findet gegen Ende der Lehrzeit statt. Mit dem Bestehen der letzten Prüfung ist das Lehrverhältnis beendet. Der Auszubildende ist ab diesem Tag Geselle und hat Anspruch auf eine entsprechende Bezahlung. Bei Nichtbestehen hat der Lehrling noch zwei mal die Chance, die Prüfung erfolgreich abzulegen.

Zur Bäcker- oder Konditor-Meisterprüfung kann man zugelassen werden, wenn man eine (beliebige) Ausbildung abgeschlossen hat und mindestens zwei Jahre als Bäcker oder Konditor gearbeitet hat. Die Anforderungen an einen Meister sind sehr hoch, dem entsprechend komplex ist auch die Meisterprüfung. Es ist daher allgemein üblich, eine Meisterschule zu besuchen, um sich auf die Prüfung vorzubereiten. Die Akademie Deutsche Bäckerhandwerk Sachsen e. V. bietet einmal jährlich Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung zum Bäcker an. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Bereich Akademie Sachsen unter dem Unterpunkt Meisterkurse.

Die Zwischen-, Gesellen- und Meister-Prüfungen werden von berufenen Prüfungskommissionen abgenommen, in denen selbständige Bäckermeister, Gesellen und Berufsschullehrer ehrenamtlich arbeiten. Die Mitglieder der zuständigen Prüfungskommissionen für Bäcker/innen und Fachverkäufer/innen können Sie bei Bedarf telefonisch bei den zuständigen Stellen (Handwerkskammern, Innungen) erfragen.