Was bedeuten die einzelnen Brotbezeichnungen?

Die Zusammensetzung der einzelnen Brotsorten ist deutschlandweit geregelt. In den sogenannten "Leitsätzen für Brot und Kleingebäck" stehen die Anforderungen an die verwendete Mehlmischung, an die Menge der einzelnen Zutaten und an die Art der Herstellung. Die in Sachsen am häufigsten gebackenen Brotsorten werden Ihnen hier vorgestellt.

Die Zusammensetzung der einzelnen Brotsorten ist deutschlandweit geregelt. In den sogenannten "Leitsätzen für Brot und Kleingebäck" stehen die Anforderungen an die verwendete Mehlmischung, an die Menge der einzelnen Zutaten und an die Art der Herstellung. Die in Sachsen am häufigsten gebackenen Brotsorten werden Ihnen hier vorgestellt.

Bei Weizenbroten besteht das Mehlverhältnis aus mindestens 90% Weizenmehl und maximal 10% Roggenmehl. Weitere Zutaten sind Wasser, Hefe, Salz und Fett. Typische Weizenbrote sind Toastbrot, Weißbrot und Baguette.

Bei Weizenmischbroten besteht das Mehlverhältnis aus mindestens 51% Weizenmehl und maximal 49% Roggenmehl. Weitere Zutaten sind Wasser, Sauerteig, Hefe und Salz. Weizenmischbrote sind vor allem im Süddeutschen Raum beliebt.

Die Mehlmischung bei Mischbrot besteht zu gleichen Teilen aus Weizen- und Roggenmehl. Nach Zugabe von Wasser, Sauerteig, Hefe und Salz bäckt man ein Brot, welches die Vorzüge von hellen und dunklen Broten vereint, also ein relativ großes Volumen und ein gutes Aroma hat.

Bei Roggenmischbroten besteht das Mehlverhältnis aus mindestens 51% Roggenmehl und maximal 49% Weizenmehl. Weitere Zutaten sind Wasser, Sauerteig, Hefe und Salz. Roggenmischbrot isst der Sachse am liebsten.

Für Roggenbrot wird fast ausschließlich Roggenmehl als Getreidemahlerzeugnis verwendet. Nur 10% anderes Mehl (z.B. Weizenmehl) sind zulässig. Durch die Verwendung von einem großen Anteil Sauerteig wird das Brot sehr kräftig im Geschmack. Meist werden Roggenbrote im Kasten gebacken. Sie bleiben lange frisch.

Ein Schrotbrot enthält mindestens 90% Schrot (bezogen auf die Getreidemehlerzeugnisse). Diese Schalenbestandteile des Kornes enthalten viele Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe. Schrotbrot ist sehr gesund und hält sich sehr lange frisch. Wenn man das Getreidekorn vollständig vermahlt, also Keimling und Schale mit zerkleinert, erhält man Vollkornmehl. Dieses kommt zu einem Anteil von 90% im Vollkornbrot vor. Der keimling enthält viele gesunde Bestandteile wie essentielle Fettsäuren und Vitamine. Vollkornbrot ist sehr gesund.

Kürbiskernbrote, Leinsamenbrote, Sonnenblumenkernbrote, Sesambrote und ähnliche gehören zu den "Broten mit Ölsaaten", da die zugesetzten Kerne sehr wertvolles Öl bzw. Fett enthalten. Durch Verwendung dieser Kerne können sehr wohlschmeckende und ernährungsphysiologisch wertvolle Brote hergestellt werden.

Mehrkornbrote enthalten außer den beiden häufigsten Getreidearten Weizen und Roggen noch weitere Getreidearten wie z.B. Hafer, Hirse, Buchweizen, Gerste oder Dinkel. Häufig werden sie auch mit Ölsaaten kombiniert.

Malfabrot ist eine sächsische Spezialität. Das hierfür verwendete Malfamehl wird durch ein spezielles Verfahren (kontrolliertes Erhitzen, Trocknen und Vermahlen von gekeimten Gerstekörnern) von den Mühlenwerken Stahmeln bei Leipzig hergestellt. Malfabrot schmeckt sehr aromatisch und hat eine charakteristische dunkelbraune Farbe.

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